Zentrale Stelle
Mammographie-Screening
Baden-Württemberg
Zentrale Stelle Mammographie-Screening Baden-Württemberg · Telefon (07221) 9565-55 · Impressum
1.
Soll ich frühere Mammographie-Aufnahmen von mir zur Untersuchung mitbringen ?

Es ist nicht unbedingt notwendig, dass Sie die früheren Mammographie-Aufnahmen mitbringen. Falls die früheren Aufnahmen benötigt werden, kann das Screening-Zentrum die Bilder anfordern.

2.
Warum habe ich bei der Mammographie-Untersuchung keinen Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin ?

Das Mammographie-Screening ist eine ergänzende Untersuchung zur jährlich angebotenen gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin. Hier besteht die Möglichkeit, im vertrauten Rahmen mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zu sprechen. Eine Mammographieaufnahme zu machen gehört - wie jede andere Röntgenuntersuchung - zu den Aufgaben von medizinischen Röntgenfachkräften, die speziell dafür ausgebildet sind. Um im Screening-Programm arbeiten zu können, werden sie noch weiter qualifiziert. Damit Sie vor der Untersuchung Bescheid darüber wissen, was geschieht, erhalten Sie mit der Einladung zum Screening ausführliche schriftliche Informationen. Zudem steht Ihnen das speziell geschulte Personal in der Screening-Einheit für Fragen zur Verfügung. Sowohl für ein Informationsgespräch als auch für die Untersuchung ist deshalb keine Ärztin oder kein Arzt nötig. Falls Sie dennoch vor Ort eine medizinische Frage haben, die Ihre radiologische Fachkraft nicht beantworten kann, haben Sie auch noch Gelegenheit zu einem ärztlichen Gespräch.

3.
Ich wurde in der letzen Zeit öfter geröntgt, kann ich trotzdem am Mammographie-Screening teilnehmen ?

Zwischen zwei Mammographien sollen mindestens 12 Monate Abstand liegen. Ist die letzte Mammographie vor weniger als zwölf Monaten bei Ihnen durchgeführt worden, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Zentralen Stelle, das ist die einladende Stelle, in Verbindung. Sie werden dann später wieder eingeladen. Wenn andere Körperteile von Ihnen kürzlich geröntgt worden sind, können Sie am Screening teilnehmen.

4.
Was ist mit der Strahlenbelastung ?

Die Strahlenbelastung wird auf mehrere Arten möglichst gering gehalten:


Die eingesetzten Geräte müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen

Die Zahl der Untersuchungen wird beschränkt, indem das Screening nur Frauen zwischen 50 und 69 und nur jedes zweite Jahr angeboten wird

Das Zusammendrücken der Brust erlaubt es, mit einer niedrigen Strahlendosis auszukommen.
Fachleute gehen davon aus, dass das Mammographie-Screening durch die Strahlenbelastung durchschnittlich weit weniger Schaden anrichtet als es Nutzen bringt.

5.
Ich habe schon einmal Brustkrebs gehabt und bin deswegen behandelt worden. Ist für mich eine Screening-Untersuchung sinnvoll  ?

Wenn Sie bereits aufgrund einer Brustkrebserkrankung behandelt werden, teilen Sie dies bitte der Zentralen Stelle mit, die Sie eingeladen hat. Sie werden durch Ihren behandelnden Arzt oder behandelnde Ärztin weiter in der Nachsorge betreut und erhalten dort die regelmäßigen ergänzenden Untersuchungen. Fünf Jahre nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung können Sie grundsätzlich wieder am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen. Bitte beraten Sie das weitere Vorgehen mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

6.
Kann ich auch mit Brustimplantaten am Mammographie-Screening teilnehmen ?

Ja, auch Frauen mit Brustimplantaten können am Mammographie-Screening teilnehmen. Informieren Sie auf jeden Fall vor der Untersuchung die radiologische Fachkraft. Implantate können in der Mammographie den Anschein von Veränderungen im Brustgewebe erwecken. Sie können aber auch tatsächlichen Brustkrebs verdecken.

7.
Ich habe einen Herzschrittmacher, kann ich die Untersuchung dennoch machen lassen ?

Ja, Sie können die Untersuchung machen lassen, der Herzschrittmacher stellt kein Hindernis dar. Teilen Sie dies aber bitte der radiologischen Fachkraft mit, die Ihre Bilder aufnimmt

8.
Ich hatte eine Bypass-Operation. Kann ich trotzdem teilnehmen ?

Auch wenn Sie eine Bypass-Operation hatten, können Sie die Untersuchung durchführen lassen. Weisen Sie aber bitte die radiologische Fachkraft, die Ihre Aufnahmen erstellt, darauf hin.

9.
Ich bemerke Veränderungen an meiner Brust. Was soll ich machen ?

Haben Sie Beschwerden, sollten Sie sich unbedingt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung setzen, um die Auffälligkeiten abklären zu lassen, auch dann, wenn Sie bereits am Screening-Programm teilgenommen haben. Denn trotz aller Sorgfalt kann ein Tumor übersehen worden sein. Oder ein Tumor wächst erst in den zwei Jahren bis zur nächsten Untersuchung heran. Sie sollten sich deshalb direkt an eine Ärztin oder einen Arzt wenden, wenn Ihnen in der Zeit bis zur nächsten Mammographie Veränderungen an Ihrer Brust auffallen, wie etwa: tastbare Knoten, Dellen oder Verhärtungen der Haut, sichtbare Verformungen, Hautveränderungen oder Einziehungen der Brustwarze, Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze.

10.
Ich habe wahrscheinlich am Tag der Untersuchung meine Menstruation.  Kann ich trotzdem teilnehmen ?

Sie sollten den Untersuchungstermin so wählen, dass er etwa in die ersten 10 Tage nach Beendigung der Monatsblutung (Menstruation) fällt. In diesem Zeitraum ist die für die Mammographie wichtige Eindrückbarkeit der Brustdrüse während der Untersuchung besser möglich (durch die geringere hormonell bedingte Brustschwellung), außerdem ist die Untersuchung weniger unangenehm.

11.
Ist eine Mammographie schmerzhaft ?

Die Kompression der Brust ist notwendig, um hochwertige Bilder anfertigen zu können. Bei diesem Vorgang wird das Brustgewebe ausgebreitet, so dass die Struktur der Brust erkennbar wird. Dadurch kann die Strahlendosis reduziert werden. Durch die Kompression wird das Brustgewebe nicht verletzt.

12.
Kann durch das Drücken Brustkrebs ausgelöst werden ?

Ein Brustkrebs kann durch die Kompression nicht ausgelöst werden. Bitte bedenken Sie, dass die Brust nur für wenige Sekunden komprimiert wird. Bei manchen Sportarten (Judo, Ringen, Boxen u.ä.) wird die Brust wesentlich intensiver belastet, ohne dass eine häufigere Brustkrebserkrankung bekannt ist.

13.
Kleine Brust ?

Die Größe der Brust hat keinerlei Einfluss auf die Krebserkrankung. Sicherlich kann bei kleineren Brüsten ein Knoten leichter ertastet werden. Mit Hilfe der Mammographie können jedoch auch bei kleinen Brüsten Veränderungen schon Jahre früher erkannt werden, als sie zu fühlen sind.

14.
Besteht weiterhin ein Anspruch auf die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen ?

Das Screening ist ein Angebot zusätzlich zur jährlichen Früherkennungsuntersuchung durch den Frauenarzt. Frauen ab dem 30. Lebensjahr haben daher wie bisher Anspruch auf die üblichen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Dazu zählt unter anderem die jährliche Tastuntersuchung, bei der der Arzt die Brüste und Achselhöhlen der Patientin auf Knoten abtastet. Ist der Tastbefund auffällig, erfolgt ebenfalls eine Mammographie. Die Mammographie bei Verdachtsfällen ist immer eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, das heißt, sie wird von den Krankenkassen übernommen.
FAQ
Fragen zur Untersuchung